Mitmachen

Der Weg in unsere Gruppe erfolgte bisher immer in Schüben. Wir haben eine Gruppe von Interessierten zu uns eingeladen und uns vorgestellt. In den folgenden Wochen konnten die Schnupperer uns, unsere Gruppenarbeiten und Plenen kennen lernen. Und wir konnten uns auch ein Bild machen. Nach einer vorher festgelegten Zeit musste man sich entscheiden, ob man bei der Gruppe bleiben möchte oder nicht.

Aktuell haben wir eine stabile Gruppe von 15 Personen (Oktober 2021). Wir haben uns entschieden, die aktuell reichlich anfallenden Entscheidungen und Planungen in dieser Gruppe vorzubereiten und erst dann zu erweitern, wenn vieles spruchreif geworden ist. Parallel dazu möchten wir zu Interessierten Kontakt halten und über den laufenden Stand zu unserem Projekt informieren. Dazu veranstalten wir regelmäßig Infotreffen.

Wenn du Interesse an unserem Projekt hast wende dich an info[at]mehrgenerationenwohnen-wuerzburg.de

Damit Ihr euch besser vorstellen könnt, wie unser Zusammenleben aussehen könnte und was unsere Wohngemeinschaft von einer „gewöhnlichen“ Nachbarschaft unterscheiden soll, hier ein paar Ideen, wie wir unser Zusammenleben gestalten wollen.

Wir schaffen Begegnungsräume in unseren gemeinschaftlich genutzten Räumen und Gärten, respektieren aber auch den Wunsch nach Rückzug, egal ob als Einzelperson, als Paar oder als Familie.

Unsere Kinder wachsen mit vielen vertrauten Menschen auf. Sind sie krank (vor allem die Kleinen) oder haben sie Zoff mit den Eltern (vor allem die Großen), gibt es andere Erwachsene, die die Familie unterstützen können.

Auch wenn wir eine professionelle Pflege nicht ersetzen können und wollen, so können wir uns doch gegenseitig in täglichen Kleinigkeiten unterstützen und uns vor Einsamkeit im Alter schützen. Ein Umzug ins Pflegeheim wird so weniger wahrscheinlich.

Wenn wir uns streiten, gehen wir immer wieder aufeinander zu und lassen uns bei Bedarf auch von anderen Menschen unterstützen, damit wieder Zufriedenheit und ein harmonisches Miteinander einkehrt. Wir alle üben uns in Gewaltfreier Kommunikation (im Sinne von M. B. Rosenberg).

Entscheidungen treffen wir nicht nach dem Mehrheitsprinzip, das im schlimmsten Fall 49% der Menschen unzufrieden hinterlässt. Wir streben stattdessen immer einen Konsens an, der die Bedürfnisse jedes einzelnen zu berücksichtigen versucht. Um uns trotzdem nicht in endlosen Diskussionen zu verlieren, arbeiten wir strukturiert und mit System an Entscheidungen. Es gibt deshalb Gemeinschaftsmitglieder, die sich in Moderation, systemischem Konsensieren, Schnellkonsensieren und dem mehrstufigen Konsensprinzip weiterbilden.